Wanderung der Familiengruppe zur Hängeseilbrücke Geierlay

Am 8. Februar startete die Familiengruppe die erste Wanderung des neuen Jahres. Nachdem wir in den kalten Monaten vorwiegend die Kletterhalle unsicher gemacht hatten wurde es Zeit, statt der Kletter- mal wieder die Wanderschuhe zu schnüren. 

Bei 3° und und leichtem Nebel begannen wir im kleinen Ort Mörsdorf die Wanderung auf der Geierlayschleife, die als Höhepunkt die gleichnamige 360m lange Hängebrücke bereithielt. Acht Kinder im Alter von 5-13 Jahren und sieben Erwachsene machten sich auf, die 7 km Runde zu begehen. Als ein Eingangstor zu Beginn der Strecke an die Bögen erinnerte, durch die die internationalen Athleten zwei Tage zuvor bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele geschritten waren, war die Latte für die sportliche Ambition gesetzt. 

Da sich die Strecke zu Beginn auf kleinen Wegen auf und ab schlängelt kam keine Langeweile auf. Zur Unterhaltung trugen auch kleine Spiele (wer kann ein Blatt finden das größer ist als seine Hand? - Deutlich leichter für die jüngeren Teilnehmenden) und das Schnitzen von Speren bei, die überraschend weit geworfen werden konnten.

Nach einem Viertel des Weges, der größtenteils an einem schönen Bachlauf entlang führte, konnten wir die Brücke bereits 100 m über uns bestaunen und darunter hindurchlaufen. Es folgte der Aufstieg auf das Höhenniveau der Brücke, bei dem sich die Fragen mehrten, wann diese endlich erreicht sei. 

Nach einer Essenspause und ein paar Kurven konnte die Brücke dann endlich in unmittelbarer Nähe gesichtet werden. Da gab es kein Halten mehr und eher sich die Erwachsenen versahen, hatten die Kinder die Brücke bereits erobert. Die Überquerung machte viel Spaß und wurde für einige kleine Experimente benutzt. So stellte sich zum Beispiel heraus, dass man die Brücke zum Schwingen bringen kann, dass sie sich etwas neigt, wenn sich die 15 Teilnehmenden alle auf eine Seite stellen und dass ein Blatt bis zu 22 Sekunden braucht, um von der höchsten Stelle die etwa 100 m zu Boden zu segeln. Auf der anderen Seite angekommen war es Zeit für Kaffee und Kinderpunsch, der netterweise von einem herzlichen Verkäufer - auf Wunsch auch kostenlos - zur Verfügung gestellt wurde. 

Für das letzte Stück übernahmen die jüngsten Teilnehmerinnen die Führung und leiten uns - den oben erwähnten OlympionikInnen in der Ausdauer im Vergleich zur Körpergröße in Nichts nachstehend - tapfer weiter. 

 

Text: Rebecca Wirsig