Schreiben der Aufsichtsbehörde Mittelerde: „Seit dem Vorfall mit den zwei Hobbits damals nimmt die Anzahl der Langstreckenwanderer in unserer Region stetig zu. Weil diese trotz umfangreicher Beschreibungen der Gefahren immer wieder in Not geraten, sind die Elfen stark gefordert, ihnen aus der Patsche zu helfen. Wir plädieren daher dafür, eine Autobahn zwischen Beutelsend und Mordor zu bauen. Dadurch lässt sich die Strecke wesentlich sicherer bewältigen und wir verbrauchen weniger Elfenstaub.“
Nun liegt Mordor in unserem Fall jedoch nicht in Mittelerde, sondern am Ortsrand von Ettringen in der Eifel. Die Elfen – das sind die fleißigen Retter des DRK Ettringen. Die Hobbits sind die Kletterer, die im Klettergebiet Mordor an den Basaltwänden ihre Freizeit verbringen. Aber wer ist die Aufsichtsbehörde? Nun, das ist in diesem Fall das Team der „Ehrenvollen Steiger“. Nach dem jüngsten Unfall, der sich im Herbst 2025 in Mordor ereignete, kam Bewegung in die Sache. Die Devise: Unfälle wird es immer wieder geben – aber die Konsequenzen können wir entschärfen.
Durch die Kooperation der Ehrenvollen Steiger (Otti, Felix, Pascal, Andi und Helfer), des DAV Koblenz (Hendrik Kardinal und Norbert Dötsch) sowie Martin Kessler von der Firma SPF Forst konnte ein Bagger organisiert werden. Als erste Maßnahme haben die Ehrenvollen Steiger einen ominösen, mehrere Tonnen schweren Felsblock aus der Wand gezogen. Dieser war nämlich akut absturzgefährdet. Danach befreiten fleißige Helfer den Hang oberhalb von Mordor von losen Blöcken und sicherten ihn. Anschließend verbrachte Otti insgesamt acht Tage im Bagger unten an den Wandfüßen, damit die Rettungswege und Zugänge zur Wand künftig wie ein englischer Garten aussehen. Zudem wurden neue Sicherungen in den Kletterwänden angebracht. Alles mit dem Ziel, Verunfallte künftig besser und schneller erreichen zu können.
- Vielen Dank an das DRK Ettringen und alle, die bei Rettungsaktionen uns Kletterern das Leben und die Gesundheit retten! Wir wollen eure Arbeit und persönliche Sicherheit mit solchen Maßnahmen ein Stück weit verbessern.
- Vielen Dank an die Firma SPF Forst und dort vor allem Martin Kessler , die den ehrenvollen Steigern so problemlos und vor allem unentgeltlich den Bagger zur Verfügung gestellt haben !
- Vielen Dank an die Sektion Koblenz des Deutschen Alpenvereins unter der Führung von Norbert Dötsch sowie an Hendrik Kardinal für die Organisation und die finanzielle Unterstützung, um die Kosten für Sprit und Transport des Baggers zu stemmen!
- Und natürlich vielen Dank an die Ehrenvollen Steiger für die vielen Stunden ehrenvolle Arbeit.
Einer der Helfer