Samstag – Hoch hinaus auf dem Höhenglückssteig
Der Samstag begrüßte die Gruppe mit angenehmen Temperaturen und einem strahlenden Himmel. Schon beim Einstieg in den Höhenglückssteig war die besondere Atmosphäre dieses traditionsreichen Klettersteigs spürbar. Über Eisenleitern, schmale Felsbänder und luftige Passagen führte der Weg immer weiter hinauf.
Mit jedem Höhenmeter öffneten sich neue Blicke über die grüne Landschaft der Fränkischen Alb. Tief unten schlängelten sich Wege durch die Wälder, während die mächtigen Felsen wie natürliche Burgen aus dem Meer der Bäume ragten.
Die Kletterpassagen forderten Konzentration und Trittsicherheit, belohnten jedoch mit einzigartigen Perspektiven. Immer genoss man die Aussicht und ließ die besondere Stimmung dieses Ortes auf sich wirken.
Doch am Nachmittag zeigte die Natur ihre andere Seite. Am Horizont türmten sich dunkle Wolken auf, und in der Ferne war bereits dumpfes Donnergrollen zu hören. Die letzten Passagen wurden konzentriert gemeistert. Kaum waren wir wieder sicher aus dem Steig und raus, öffnete der Himmel seine Schleusen. Die ersten schweren Regentropfen fielen, Blitze zuckten über die Hügel. Unsre Gruppe war dem Gewitter entkommen. Die Klettersteiggruppe fand auf dem Rückweg Unterschlupf in einer Hütter der Bergwacht und ließ das Gewitter beim „Fachsimpeln“ vorbeigehen.
Auf dem Heimweg zur Unterkunft mischten sich Erleichterung und Stolz mit dem Gefühl, ein echtes Abenteuer erlebt zu haben.