Holzbach | © DAV Koblenz

Wandergruppe: Grüner Steig und Seenweg durchs Westerburger Land

26.04.2026

Rundwanderung auf 20 km entlang der Erlebnisschleife des Westerwaldsteiges ab Wiesensee. Idyllische Holzbachschlucht und großartige Aussicht ins Wällerland.

Wanderleitung: Regine und Clemens Rouget
(20 km, 320 hm, 12 Teilnehmer)


Parkplatz Winner Ufer (Stahlhofen a. Wiesensee) – Golf Club – Seebachtal – Großer Secker Weiher – Dappricher Hof – Holzbachschlucht – Gemünden – Katzenstein/Westerburg – Hergenroth – Stahlhofen

Es war eine längere Anfahrt in den Westerwald, denn der Startpunkt unserer Tour befand sich am Winner Ufer in der Nähe von Stahlhofen am Wiesensee. Der Wiesensee, ein künstlich angelegter Weiher, wurde 2023 aufgrund von Reparaturarbeiten an der Stauklappe trockengelegt und war zum Zeitpunkt unserer Wanderung noch nicht wieder mit Wasser gefüllt.

Wir trafen uns gegen 10 Uhr auf dem Parkplatz am Seeufer und wurden dort von Regine und Clemens herzlich begrüßt. In Nähe zum Cafe Seewies, unsere Einkehrmöglichkeit nach der Wanderung, gab uns Regine einen Überblick zur Wanderung und stimmte uns auf ein anfängliches Stück Asphaltstrecke ein. Die Wetteraussichten versprachen wieder einen trockenen, sonnigen Tag mit recht frischen Temperaturen um 16 °C.

Kurz nach 10 Uhr starteten wir dann auf der Erlebnisschleife des Westerwaldsteiges, vorbei an der Touristeninformation, in Richtung Golf und Sporthotel. Wir durchwanderten auf etwa zwei Kilometern das weitläufige Golfareal auf dem angekündigten asphaltierten Weg.
Nach dem Golfareal ging es weiter auf Wirtschafts- und Waldwegen und wir erreichten nach den ersten vier Kilometern den Großen Secker Weiher. Am Uferweg entlang konnten wir doch noch einen Blick aufs Wasser genießen. Jedoch ohne uns lange aufzuhalten, setzten wir unseren Weg am angrenzenden Campingplatz vorbei in Richtung der Ortschaft Dapperich und der Holzbachschlucht fort. Entlang der Wiesen erschien jetzt im Frühjahr die Vegetation des Westerwaldes in einem leuchtenden, frischen Grün, das an einigen Stellen durch blühende Bäume farbenfroh ergänzt wurde.

Vorbei am Hofgut Dapprich, mit dem bekannten Hof-Cafe, erreichten wir den zum Hofgut gehörenden Privatfriedhof und damit auch schon den Einstieg in die idyllische Holzbachschlucht. Nun ging es auf schmalem Pfad für rund 2 Kilometer oberhalb des rauschenden Holzbaches entlang. Dabei bekamen wir, in einem der ältesten Naturschutzgebiete des Westerwaldes, wildbachartige Anblicke und schöne bizarre Felsformationen präsentiert. Zügig durchwanderten wir die Schlucht und erreichten bei acht Kilometern Wanderstrecke kurz nach 12 Uhr einen Rastplatz am Holzbachdurchbruch. Dort verbrachten wir in geselliger Runde, begleitet vom Rauschen des Holzbaches, unsere verdiente Mittagspause. Von Regine und Clemens wurden wir währenddessen mit süßen und auch hochprozentigen Leckereien verköstigt.

Gut stärkt und motiviert starteten wir wieder gegen 12:30 Uhr, wobei Regine mit zügigen Schritten weiterhin die Führung der Gruppe übernahm. So peilten wir das „Highlight“ unserer Wanderung, die Aussichtsplattform auf dem Katzenstein, an. Es galt nun auf den nächsten 5 km, bis zum Erreichen des Katzenstein oberhalb von Westerburg, ca. 190 hm zurückzulegen. Dazu wanderten wir vom Campingplatz bei Gemünden aus über schmale Wiesenwege im Wechsel mit breiteren Waldwegen, passierten die Ortschaft Winnen und gelangten schließlich entlang eines schmalen Waldweges bis zum Katzenstein. Dabei fiel uns ein am Waldpfad stehendes Steinhäuschen auf, dessen Funktion sich uns nicht auf den ersten Blick erschloss. Tatsächlich handelte es sich um ein altes Wasserhäuschen, dass die einzige Wasserquelle zur Versorgung des Schloss Westerburg beinhaltete.
Am östlichen Stadtrand von Westerburg gelegen hatten wir von der Aussichtsplattform am Katzenstein einen fantastischen Ausblick über die Stadt und die nähere Umgebung im Wällerland. In Form eines großen Kreuzes befindet sich hier das Mahnmal der Heimatvertriebenen des zweiten Weltkrieges. Auf den ausreichend vorhandenen Sitzgelegenheiten legten wir unsere letzte Pause vor dem Endspurt ein. 

Für die verbleibenden fünf Kilometer wanderten wir zuerst 1,5 km weiter am Ortsrand von Westerburg entlang, eher der Weg über die nächsten 2,5 km in Richtung Norden verlief bis wir Hergenroth erreichten. Nach einem Stück durch die Ortschaft folgten wir anschließend entlang der Höhenstraße, wieder mit moderatem Anstieg, dem Weg bis nach Stahlhofen. Den letzten Kilometer ging es dann eher abwärts mit Blick auf den nicht gefüllten Wiesensee und am Deich entlang zurück zum Parkplatz.

Nach guten 20 km erreichten wir gegen 15:20 Uhr wieder den Parkplatz. Mit einer Dauer von etwas mehr als 5 Stunden wird deutlich, wie zügig wir trotz der Pausen unterwegs waren. Glücklich kehrten wir zum Tagesabschluss im Café Seewies ein und ließen uns gemeinsam auf der Terrasse Kaffee und Kuchen, Waffeln usw. schmecken. 

 

Text: DN
Bilder: DN, RR