Alpiner Aufstieg zur Dreiwetterhütte | © DAV Koblenz

Wandergruppe: Hüttentour zwischen Gladbach und Oberbieber

10.05.2026

Abwechslungsreiche 20 km Rundwanderung im Naturpark Rhein-Westerwald mit Start in Neuwied-Gladbach.

Wanderleitung: Gerd Reif
(20 km, 510 hm, 17 Teilnehmer)

Neuwied, Gladbach – Wülfersberg-Kapelle – Heiligenhäuschen - Haus am Pilz – Stausee Schwanenteich – Kirchberghütte – Kastell Anhausen, Heimbach - Meilerhütte – Gullivers Riesenbank – Fuchsberghütte – Schauinsland – Heiligenhäuschen - Gladbach

 

Manchmal braucht es etwas länger, bis etwas Gutes läuft. So auch im Fall von Gerd, der aufgrund hoher Temperaturen und gesundheitlicher Umstände seine „Hüttentour“ die letzten Jahre zweimal verschieben musste.

Aber heute waren die Bedingungen fürs Wandern sehr gut. Trockenes Wetter bei Temperaturen um 18 °C. Gerd konnte uns endlich auf die Rundwanderung zwischen Gladbach und Oberbieber, vorbei an insgesamt sieben Hütten, mitnehmen. Wir starteten in seinem Heimatort Gladbach, wo wir uns nach Anfahrt in Fahrgemeinschaften gegen 10 Uhr in der Sandgasse trafen.

Nach Begrüßung und kurzer Ansprache von Gerd ging es auf kurzem Umweg vorbei an der sehenswerten Wülfersberg-Kapelle, ein wiederhergerichtetes Gebäude eines ehemaligen Frauenklosters. Nach dem Heiligenhäuschen schlugen wir den Weg nach Norden ein und erreichten auf dem Feldweg zügig das Haus am Pilz. Wir liefen am Haus vorbei, über den Parkplatz und querten die Dierdorfer Straße ins gegenüberliegende Waldgebiet. Auf einer ca. 4 km lange Runde ging es erst an Oberbieber vorbei, dann an der Abtsbachtal-Hütte am Reiterhof entlang bis zum Ende des Stausee Schwanenteich. Über einen Felsensteig ging es auf den Rückweg. Und dieser hatte es dann mit 150 hm auf 1 km Strecke in sich. Von Höhe des Deiselbaches aus bewältigten wir den anspruchsvollen Anstieg mit alpinem Charakter und wurden dafür an der Dreiwetterhütte mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Weiter entlang auf Waldwegen erreichten wir mit Überquerung der Dierdorfer Straße wieder das Haus am Pilz. Von dort aus wanderten wir nun mit stetem Anstieg bis auf den Kirchberg und erreichten gegen 12:30 Uhr, nach etwas mehr als 8 km, die Kirchberghütte. Diese nutzten wir dann für unsere Mittagspause in geselliger Runde. Wir nahmen uns ausreichend Zeit für Gespräche und Erholung. Von Gerd bekamen wir selbstgemachten Muffins angeboten.

Nach der Mittagspause setzten wir gut gelaunt unseren Weg im Naturpark Rhein-Westerwald weiter fort. Gerd hatte sich für die nächsten 10 km eine Strecke auf wunderschönen Waldwegen gesucht. Wir folgten entlang des Limesweges den Spuren der Römer und erreichten das Kleinkastell Anhausen. Entsprechend dem heutigen Motto wanderten wir auf den nächsten Kilometern vorbei an der sehenswerten Meilerhütte, die Fuchsberghütte und mal keine Hütte – Gullivers Riesenbank.
Von unserer letzten Hütte Schauinsland ging es nach einem kurzen Abstieg wieder in Richtung Haus am Pilz. Ein vorher gelegener Abzweig bei 19 km brachte uns wieder auf den anfänglichen Feldweg in Richtung Heiligenhäuschen. Mit einem Blick auf die morgens besuchte Kapelle führte uns der Weg direkt nach Gladbach zurück.

Mit Abschluss der Wanderung gestand Gerd uns froh zu sein, dass er die Wanderung endlich durchführen konnte. Und wir konnten ihm dafür danken, eine abwechslungsreiche Wanderung in einer uns zwar bekannten, aber immer wieder schönen Gegend erlebt zu haben.

Mit der Einkehr in Gladbachs einzig verbliebenen Restaurant „Zum Annemie“ ließen wir den Tag in geselliger Runde ausklingen. 

Text: DN
Bilder: DN, GR