Rheinsteig landschaftlich reizvoll | © DAV Koblenz

Wandergruppe: Langhalswegrunde von Osterspai

05.07.2026

Abwechslungsreiche Rundwanderung von Osterspai über Filsen und Kamp-Bornhofen auf 19 km entlang Rheinsteig und Langhalsweg.

Wanderleitung: Janine Henning
(19 km, 680 hm, 9 Teilnehmer)


Osterspai, Parkplatz an der Rheinuferstraße – Rheinsteig: Filsen – Aussichtspunkt Filsener Ley - Kamp-Bornhofen – Wasenbachtal – Langhalsweg: Kipplei – Mittelrheinherz und Langhalsschaukel - Osterspai, Parkplatz

 

Unser Treffpunkt zur heutigen Wanderung war der in Osterspai an der Rheinuferstraße gelegene Park- und Wohnmobilstellplatz. Dort wurden wir von Janine kurz nach 9 Uhr begrüßt und auf die geplante Wanderstrecke eingestimmt. Die Wetteraussichten mit sonnigen 26 °C waren gut. Es waren nur zwei kurze Regenschauer vorhergesagt, die uns auch zu Beginn auf dem Weg nach Filsen und Kamp-Bornhofen erreichten.Den Rest der Wanderung blieben wir trocken.

Die relativ kleine Gruppe verringerte sich noch vor dem Wanderstart um eine Teilnehmerin, da diese den Start regelrecht verschlafen hat und es nicht mehr rechtzeitig schaffte. So starteten wir dann gegen 09:30 Uhr mit neun Teilnehmern. Mit Blick auf das Jagdschloss Liebeneck gingen wir anfangs ein Stück durch den Ort in Richtung Kirche und unterquerten den Bahnhof. Vom oberhalb liegenden Wohngebiet aus führte uns eine lange Treppe hinauf, überraschenderweise am Abzweig zum Langhalsweg vorbei, bis auf den als Rheinsteig ausgeschilderten Waldweg. Die ersten Höhenmeter waren damit zügig geschafft. Viele sollten noch folgen.

Entgegen der Benennung der heutigen Wanderung führte uns Janine auf den ersten Kilometern den Rheinsteig entlang rheinaufwärts in Richtung Filsen. Auf dem mit Blättern überdachten Waldweg waren wir vor den leichten Regenschauern geschützt. Der Rheinsteig führte uns nach gut 3,5 km an den Ortsrand von Filsen, um dann wieder mit dem gleichlaufenden Filsener Kirschenpfad einen Anstieg zu nehmen. Zügig gelangten wir in die oberhalb von Filsen gelegene Kirschen-Landschaft. Dort versammeln sich neben Steinobst auch über 130 historische Kirschsorten, die mehr oder weniger vom Aussterben bedroht sind. Der vorhandene Baumbestand trägt wesentlich zur Artenvielfalt bei. Von der Filsener Ley hatten wir bei einer Trinkpause eine spektakuläre Sicht in das Mittelrheintal mit der größten Rheinschleife und auf das gegenüberliegende Boppard. Auch der Schaufeldampfer Goethe grüßte uns mit einem beherzten Tuten.

Über die nächsten 5,5 km zog sich der Rheinsteig abwechslungsreich über breitere Waldwege bis hin zu schmaleren Felspfaden, die Trittsicherheit erforderten. Nach einem herausfordernden Aufstieg über den Pfahlsberg wurde es Zeit für die Mittagspause. Wir passierten die Hütte „Jakobstempel“ und entschieden uns an der unweit entfernten Bruno-Löhr-Hütte unsere Rast nach 9 km Strecke einzulegen. Im wohltuenden Schatten konnten wir die gesellige Pause genießen.

Gestärkt und gut gelaunt setzten wir unsere Wanderung den Rheinsteig folgend fort. Der Weg über die Himmelwiese führte uns nun wieder abwärts Richtung Rhein.
Fast hätten wir den unscheinbaren Abzweig verpasst, mit dem uns Janine auf eine 2 km lange Schleife abseits ausgeschilderter Wege und querfeldein durch den Wald führte. Nach einigen Irrwegen stießen wir unterhalb vom Bornhofer Berg wieder auf den gut begehbaren Waldweg. Mit dem weiteren Verlauf entfernten wir uns vom Rheintal nach Norden und wanderten gute drei Kilometern entlang breit ausgebauter Waldwege, die teils als Hochwassernotwege ausgeschildert waren.

Nach guten 14 km schwenkten wir wieder in Richtung Rhein und folgten nun einem langgezogenen Abstieg entlang des Wasenbachtals. Nach 2,5 km abschüssigen, geschotterten Weges, der ordentlich in den Oberschenkeln zu spüren war, erreichten wir den von der B42 zu befahrende Wanderparkplatz am Langhalsweg. Dort genehmigten wir uns noch eine Trink- und Erholungspause, eher wir unseren letzten Abschnitt mit ca. 2,5 km auf dem Langhalsweg bis Osterspai in Angriff nahmen.

Wie auch der hier verlaufende Rheinsteig waren noch etliche Höhenmeter zu bewältigen. An einem Aussichtspunkt entdeckten wir den Erdkühlschrank mit einigen Erfrischungen, an denen wir uns aber nicht bedienten. Der Pfad führte uns noch vorbei am begehrten Fotomotiv „Mittelrheinherz“ und der Rheinschaukel, die aber nur im Vorbeigehen unsere Beachtung fanden.

Janine entschied sich für den direkten Weg hinab nach Osterspai und so kehrten wir um 15:40 Uhr nach 19 km an den Parkplatz zurück. Wir verabschiedeten uns mit einer kurzen Dankesrede an Janine und traten die Heimfahrt in Richtung Koblenz an.

 


Text: DN
Bilder: DN, NN