Wanderleitung: Dieter Pelikan
(18 km, 570 hm, 18 Teilnehmer)
Boppard Bf. – Gedeons Eck/Vier-Seen-Blick - Hexentanzplatz – Horstberg - Pfaffenheck – Udenhausen – Donnerloch - Brodenbach
Bei unserem Start am Koblenz Hbf. wurden wir von Dieter freundlich begrüßt und auf die bevorstehende Wanderung sowie den zu erwartenden kulinarischen Genuss eingestimmt. Bereits vor Abfahrt des Zuges bekamen wir die bescheidene Wettervorhersage für den heutigen Tag bei einem Regenschauer zu spüren. Und trotzdem ließen es sich 18 Teilnehmer nicht nehmen, den regnerischen Aussichten zu trotzen und die Wanderung quer über den Hunsrück von Boppard nach Brodenbach mitzumachen. Es lohnte sich im Großen und Ganzen, blieb es doch tagsüber trockener als erwartet.
Und Dieter überraschte uns mit einer weiteren Anreiz. Denn er hatte extra einen Mohn-Apfel-Streuselkuchen gebacken und für jeden ein Stück als Pausenverpflegung mitgebracht.
Mit dem RE erreichten wir gegen 10 Uhr Boppard Hbf. und starteten die Wanderung ohne Umschweife in Richtung der „Bopparder Sesselbahn“. Nach Einstieg im Mühltal bewältigten wir entlang des felsigen Weges unterhalb der Sesselbahn den durchaus anspruchsvollen Aufstieg bis zum Pavillon und weiter zum Restaurant Gedeonseck. Wer sich zwischendurch die Zeit für eine Aussicht genommen hat, bekam recht schnell die Schönheit des Mittelrheintales mit Ausblick auf Boppard geboten. Nach gut zwei Kilometern und 230 Höhenmetern war der Aufstieg geschafft.
Am Restaurant Gedeonseck hatten wir einen weiteren eindrucksvollen Ausblick auf die Rheinschleife und passierten anschließend den dahinter liegenden Vier-Seen-Blick. Die nächsten 5,5 km wanderten wir auf dem ausgeschilderten Weg entlang des Saar-Hunsrück-Steiges in Richtung Pfaffenheck, wobei uns Dieter alternativ zu den breiteren Waldwegen auch auf parallel verlaufende idyllischere Pfade führte.
An mehreren Stellen gab es die Möglichkeit den weiten Blick über den Hunsrück schweifen zu lassen. An einer besonderen Stelle entlang unseres Weges war die Bahnstrecke der Hunsrückbahn mit einem Tunnel und dem dahinterliegenden Viadukt gut zu sehen.
Am Hexentanzplatz machten wir dann eine längere Pause und gönnten uns nach knappen 7 km die von Dieter mitgebrachte Pausenverpflegung. Der Mohn-Apfel-Streuselkuchen fand in der Gruppe große Anerkennung und Lob.
Frisch gestärkt und gut gelaunt ging es jetzt die nächsten 3 km mit moderatem Anstieg in Richtung der Ortschaft Pfaffenheck. Mit Abstieg vom Horstberg erreichten wir die Querung der Autobahn A61 und anschließend die Kirche in Pfaffenheck. Wir nutzten dort die Sitzgelegenheiten für eine weitere längere Pause.
Mit Pfaffenheck hatten wir den Anteil an Steigungen für diese Wanderung erreicht. Die übrigen 8 km bis nach Brodenbach führten uns dann tendenziell eher abwärts. Dazu folgten wir weiterhin dem Saar-Hunsrück-Steig und wanderten an Udenhausen vorbei in Richtung der Udenhausener Schweiz. Der Kohlbach begleitete uns die nächsten 3 km in Richtung Nörtershausen. Auf gut begehbaren Waldwegen kamen wir zügig voran und stießen oberhalb von Nörtershausen auf den Brodenbach, der uns nun stetig in Richtung Mosel führte. An der idyllisch gelegenen Grünemühle vorbei erreichten wir das nach einer germanischen Gottheit benannten Donnerloch und verweilten eine kurze Zeit am hier rauschenden Brodenbach, eher wir die restlichen 4 km bis zur gleichnamigen Ortschaft angingen. Die letzten Kilometer führten uns streckenweise auf einem mit Brennnessel und Dornenbüschen dichtbewachsenen Pfad und machten auch die Übersteigung quer liegender Bäume nötig.
Dennoch erreichten wir wohlbehalten gegen 15:30 Uhr den Ortsrand von Brodenbach. Im Ort selber stellte sich dann heraus, dass die von Dieter vorgesehene Einkehr nicht möglich war. Glücklicherweise fand an dem Sonntag am Moselufer das Weinfest statt. Und so konnten wir, begleitet von Blasmusik, die Wanderung auf dem Fest ausklinken lassen. Von Kaffee und Kuchen, Flammkuchen bis hin zu Currywurst mit Pommes sowie Wein und kühlen Getränken fanden sich alle Geschmäcker zu recht.
Während unseres kurzen Aufenthaltes auf dem Weinfest setzte der angekündigte Regenschauer ein, nachdem es tagsüber weitestgehend trocken geblieben war.
Wir dankten Dieter zum Abschluss für die erfolgreiche Wanderung und die wohlschmeckende Pausenverpflegung. Gut gelaunt nutzten wir gegen 16:30 Uhr die Gelegenheit zur Rückfahrt mit dem Bus in Richtung Koblenz.
Text: DN
Bilder: DN