Wanderleitung: Regine und Clemens Rouget
(16 km, 500 hm, 18 Teilnehmer)
Forsthaus Jägerhaus – Steckenschlääferklamm - Villa Rustica – Forsthaus Heiligkreuz - Schweizerhaus - Burg Rheinstein – Forsthaus Jägerhaus
Für unsere heutige Wanderung trafen wir uns gegen 10 Uhr im Binger Wald am Parkplatz Forsthaus Jägerhaus. Von Koblenz aus erreichten wir in Fahrgemeinschaft, trotz der größeren Entfernung, recht zügig unseren Treffpunkt nach Anfahrt über die A61 und die Ortschaft Waldalgesheim.
Regine und Clemens begrüßten uns am Parkplatz und gaben uns einen Ausblick auf unsere Rundtour. Los ging es mit dem Einstieg in die Steckeschlääferklamm, an der uns Regine die Aufgabe stellte, die Anzahl der Baumgeister herauszufinden. Sie kündigte eine entsprechende Abfrage zum Ende der Wanderung an. Einer Beschreibung ist zu entnehmen, dass Schlääfer nichts mit Schlafen, sondern eher mit Schleifen zu tun hat. Die Bezeichnung entstand somit aus dem Schleifen lassen von Stecken, also Stöcken, über den Boden. So, wie wir Wandernde es auch manchmal mit unseren Wanderstöcken machen.
Der Klamm folgten wir über mehrere hundert Meter aufwärts auf einem Waldweg und über Holzbrücken, wobei wir uns stellenweise sehr beobachtet fühlten. Das lag an den mehr oder weniger versteckten Baumgeistern, die von einem örtlichen Künstler und Waldfreunden in Baumstümpfen und an Wurzelballen entlang des Weges aufwendig eingeschnitzt wurden. Die teils grotesken Gesichter der Baumgeister trugen aber eher zu unserer Belustigung als zur Ängstigung bei.
An der teilweise rekonstruierten Villa Rustica erhielten wir einen interessanten Einblick in das damalige römische Alltagsleben und wurden zusätzlich von Regine über die wichtige Funktion solch eines Gutshauses für die ländliche Versorgung mit Gütern informiert.
Die anschließende Überschreitung einer Hängebrücke brachte bei dem ein oder anderen nicht nur das kindliche Gemüt zum Vorschein (schwingen und wackeln), sondern wurde -zur Stärkung und Beruhigung- anschließend mit einem hochprozentigen Tropfen begossen. Der Streckenverlauf führte uns am Vormittag hauptsächlich auf Waldwegen, wobei wir entlang einer Hangkante zwischenzeitlich auch schöne Aussichten auf den Rhein und die am Fluss gelegenen Städte Bingen und Assmannshausen hatten. Wir kamen nach gut 4 km am bewirtschafteten Forsthaus Heiligkreuz und bei ca. 7 km an der ehem. Wald-Gaststätte Schweizerhaus (zur Renovierung geschlossen) vorbei. Über den Eselspfad erreichten wir nach acht Kilometern gegen 12:30 Uhr das Romantik-Schloß Burg Rheinstein. Wir nutzten die Gelegenheit für einen kostenpflichtigen Besuch der sehenswerten Burg. Im Innenbereich aufgestellte Bänke und Tische nutzten wir gleich für unsere verdiente Mittagspause und konnten im Anschluss die freie Zeit mit einer selbstständigen Besichtigung oder einem Abstecher in die Burg-Gastronomie verbringen.
Gegen 14 Uhr setzten wir unsere Wanderung fort und mussten erstmal wieder einen Anstieg nehmen. Nur um dann einem Felsenweg abwärts zu folgen, der uns bis in das Naturschutzgebiet Morgenbachtal führte. Der mehrere Kilometer lange Weg durch das Tal verlief nah am Bach entlang und ermöglichte uns mehrmals die Sicht auf idyllische Wasserfälle. Denn überraschenderweise war ausreichend Wasser vorhanden und so begleitete uns das stetige Rauschen des Baches auf den restlichen Kilometern. Gegen 16 Uhr erreichten wir wieder den Einstiegspunkt zur Steckeschlääferklamm und waren damit nicht mehr weit vom Parkplatz am Jägerhaus entfernt. Die Gelegenheit für Regine, ihre gestellte Aufgabe abzufragen. Und dabei stellte sich schnell heraus, dass keiner die richtige Anzahl behalten hat und die genannte Menge mehr geraten als gewußt wurde.
Aber das tat dem positiven Fazit unserer schönen Wanderung keine Abbruch. Zum Abschluss konnten wir Regine und Clemens anerkennend für die abwechslungsreiche und kulturell interessante Rundtour entlang des Rheinburgenweges danken.
Nach der gemeinsamen Verabschiedung am Parkplatz traten wir wieder die Heimfahrt in Richtung Koblenz an.
Text: DN
Bilder: DN