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Familiengruppe unterwegs in den Vogesen – Klettern, Gemeinschaft und französisches Flair

04.06.2026

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr stand auch in diesem Jahr wieder das verlängerte Fronleichnamswochenende in den Vogesen auf dem Programm unserer Familiengruppe.

Am Donnerstagnachmittag trafen wir uns auf dem Campingplatz Camping du Fleckenstein kurz hinter der französischen Grenze in den nördlichen Vogesen. Zunächst galt es, unseren zugewiesenen Stellplatz möglichst effizient zu nutzen: Zwei Vans, zwei Autos zum Übernachten und mehrere Zelte wollten untergebracht werden – keine ganz leichte Aufgabe, die wir gemeinsam aber schnell meisterten.

Der Wetterbericht versprach leider nichts Gutes. Bereits für den Abend war Regen angekündigt. Zum Glück schafften es alle rechtzeitig, ihre Zelte aufzubauen und gemütlich einzurichten. Zwei große Pavillons boten uns zusätzlich einen trockenen Treffpunkt. Nachdem wir einen zweistündigen Regenschauer abgewartet hatten, konnte endlich der Grill angeheizt werden. Jeder hatte sein eigenes Grillgut sowie Salate, Gemüse, Brotaufstriche und weitere Leckereien für unsere große gemeinsame Tafel mitgebracht. Kaum waren Essen, Abwasch und Aufräumen erledigt, setzte allerdings erneut Regen ein, der uns auch in der Nacht immer wieder begleitete.

Am Freitagmorgen zeigte sich das Wetter dann von seiner freundlicheren Seite. Es blieb trocken und langsam kam sogar die Sonne hervor. Für das Frühstück fuhren wir ins nahegelegene Lembach und holten frische französische Baguettes und Croissants aus der Bäckerei. Zusammen mit den mitgebrachten Köstlichkeiten entstand wieder ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, bei dem für jeden etwas dabei war.

Gut gestärkt ging es anschließend zu einem nahegelegenen Kletterfels, den wir ganz für uns allein hatten. So konnten wir in aller Ruhe Route um Route klettern, sichern und ausprobieren. Der Tag war geprägt von vielen kleinen und großen persönlichen Erfolgen. Für zusätzliche Begeisterung sorgte eine spontan aufgebaute Seilrutsche, die besonders bei den Kindern großen Anklang fand. Auch der mitgebrachte Volleyball kam mehrfach zum Einsatz. Der schattige Wald rund um den Felsen bot außerdem reichlich Platz zum Spielen, Entspannen und Genießen der Natur.

Zurück auf dem Campingplatz wagten sich einige Unerschrockene noch in den See. Bei den eher kühlen Temperaturen blieb das Badevergnügen allerdings eher kurz. Am Abend ließen wir uns im benachbarten Bistro beim Pizza- und Flammkuchen-All-you-can-eat verwöhnen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit frischen französischen Backwaren ging es am Samstag zum etwa 30 Minuten entfernten Klettergarten Heidenkopf. Auch dort hatten wir das Gelände zunächst ganz für uns und konnten uns vor den Felsen gemütlich ausbreiten. Wieder wurde geklettert, ausprobiert und angefeuert. Jeder freute sich über die eigenen Fortschritte und darüber, die eine oder andere Route ein Stück weiter oder sogar ganz geschafft zu haben.

Natürlich durfte auch an diesem Tag die Seilrutsche nicht fehlen. Diesmal bekamen die Kinder die Aufgabe, selbst zwei geeignete Bäume zu finden – gesagt, getan! So entstand auch am zweiten Klettertag wieder eine Attraktion, die ausgiebig genutzt wurde.

Nach der Rückkehr auf den Campingplatz wartete bereits das gemeinsame Abendessen: Nudeln für alle – genau die richtige Stärkung nach einem langen Tag am Fels. Anschließend durfte eine liebgewonnene Tradition nicht fehlen: Gemeinsam spielten wir noch einige spannende Runden „Werwolf“, bevor der Tag gemütlich ausklang.

Am Sonntag hieß es nach einem letzten gemeinsamen Frühstück Abschied nehmen. Zelte wurden abgebaut, Pavillons verstaut, Autos beladen und der Campingplatz aufgeräumt. Mit vielen schönen Erinnerungen, jeder Menge gemeinsamer Erlebnisse und der Vorfreude auf das nächste Kletterwochenende traten schließlich alle die Heimreise an.

Trotz des anfänglich wechselhaften Wetters war das verlängerte Wochenende wieder ein voller Erfolg. Gemeinschaft, Bewegung in der Natur und viele schöne Momente machten die Tour in die Vogesen erneut zu einem besonderen Erlebnis für Groß und Klein.

 

Text: Grynet Dauer